Eigenes Theme – Teil 12 – SEO Überlegungen

Von der Grundstruktur haben wir unser Theme ja bereits recht SEO freundlich gestaltet, jetzt gilt es aber noch die BasisSEOaufgaben per Plugin zu erledigen. Zuerst legen wir mal fest was für ein SEO optimales Theme nötig wäre. Dann schauen wir uns einge Plugins an, die das erledigen (oder auch nicht).

Suchmaschinen

Im deutschsprachigen Raum gibt es Google, Google und Google. Alles andere ist Nebensache. Meine Suchmaschinenverweise kommen zu 96% von Google, 1-2% Yahoo und dann der ganze Rest. Bei Suchmaschinenoptimierung zählt also Google und sonst nichts.
Häufig wird SEO als “Kampf gegen Suchmaschinen” betrachtet und besteht hauptsächlich aus Empfehlungen wie Suchmaschinen ausgetrickst werden können. Ich bin der Meinung, dass Suchmaschinen hauptsächlich Interesse haben einen guten Dienst anzubieten. Seiten mit Inhalt werden gerne und gut ausgelesen und gereiht. Wir bieten eine solche Seite und haben daher nicht das Bedürfnis Google etwas vorzugaukeln. Google ist also unser Freund. Hauptproblem bei SEO ist dann, dass wir Google dabei unterstützen müssen unsere Seiten richtig zu interpretieren. Es ist gar nicht so leicht vollautomatisch eine Seite auszulesen und daraus zu erkennen was die Seite kann/will etc. Genau das soll Google aber ermöglicht werden.

Metatags

Auch wenn sie an Wichtigkeit verloren haben lassen wir es uns natürlich nicht nehmen ordentliche Metatags zu setzen.
Das Wichtigste Tag ist title. Hier ist wichtig je nach Seite unterschiedliche titles zu setzen. Es gibt nichts SEO feindlicheres als immer nur den Blogtitel einzusetzen wie man das immer noch manchmal sieht. Hier gilt es eine schöne Kombination aus Blogtitel, Subtitel und Beitragstitel festzulegen.
Weiters soll description und keywords gesetzt werden. Die Sprache wird zwar nur nch von wenigen Suchmaschinen ausgelesen, aber sicher ist sicher.
Dann gibt es noch viele weitere Meta Tags deren Vorteile bei Suchmaschinenrankings umstritten sind. Bei Google dürften sie nicht verwendet werden, also kann man die mal links liegen lassen.

Richtige HTML-Response Codes

Essentiell ist auch das Senden eines richtigen Response Codes. Wenn eine Seite nicht gefunden wird, dann muss ein 404 Code gesendet werden. Viele Seiten schicken eine Fehlerseite, aber einen 200 (ok) Code, wodurch die Seite in Google indiziert wird. Google soll ganz klar wissen, welche Seiten es gibt und welche nicht. Modernere Wordpress Versionen machen das richtig, also ist es vermutlich sinnvoller auf eine aktuelle Version zu updaten, als ein Plugin hierfür zu installieren.

Indizieren der richtigen Seiten

Problematisch bei Wordpress ist, dass eine Seite über zahlreiche Adressen abrufbar ist. Google verwirrt das und wird im schlimmsten Fall sogar als “duplicate content” gewertet, was zu Abstrafungen führt. Ein Bericht ist z.b. über domain.com/titel abrufbar. Die Verwendung dieser “Hauptseite” wollen wir auch erreichen. Man kann ihn aber oft auch über domain.de/tag/titel abrufen oder über domain.com/kategorie/titel, das ganze dann noch mit oder ohne www usw. usw. Häufig werden dann auch noch die falschen Adressen besser in Google gereiht. Alles Effekte die vermieden gehören. Hier gehören noindex/index, nofollow/follow und vor allem canonical tags richtig gesetzt.

Um Abstrafungen durch duplicate content auf jeden Fall zu vermeiden halte ich es für das beste nur die Single Pages indizieren zu lassen. Suchergebnisse, Archive, Kategorieansichten uvm. werden nicht indiziert (noindex, dofollow). Auf Single Views wird immer der canonical link gesetzt. In unserem Fall verzichten wir auf statische Seiten.

Die Startseite bei Wordpress

Schwierig ist es was mit der Startseite zu tun ist. Üblich bei Blogs ist, dass die letzten paar Artikel ganz oder als “Kurzversion” zu sehen sind. Im Prinzip ist das Content, der keine Suchmaschinenrelevanz hat. Die Sidebars etc. enthalten ohnehin nur Schrott. Google ist also mit einer Seite konfrontiert, die stets wechselnden Inhalt mit möglichweise dauern neuen Keywords produziert.
Dann handelt es sich noch dazu um duplicate content, weil die Artikel gibt es als Einzelseiten und sie sollen auch so gefunden werden.
Auf der anderen Seite will man aber natürlich seine Startseite auch in den Suchmaschinen wissen. Wenn man von extern verlinkt verwendet man üblicherweise die Startseite etc. Vom SEO Standpunkt ist es daher am besten wenn man eine statische Seite mit optimiertem Content als Startseite zur Verfügung stellt. Diese wird mit Überschriften und Keywords optimiert. Eventuell kann man noch einen Auszug der letzten Artikel bringen um etwas mehr “Blog” zu sein.

Sitemap

Das ganze sollte natürlich auch noch Google in Form einer Sitemap “erklärt” werden.

Mit diesen Einstellungen machen wir unsere Seite für crawler transparent und können damit rechnen optimal in Suchmaschinen platziert zu werden. Diese Methode ist klar konseqeunt und vielen Usern zu restriktiv. Viele wollen dann doch diverse Archive ebenfalls ausgelesen haben um möglichst viele Seiten in Google zu bekommen. Ich persönlich halte das für unnötig.

Für diese Aufgaben verwendet man am besten ein (oder mehrere) Plugins. Eine nette Übersicht gibt es z.B. hier.

Die Plugins haben zum Teil sehr viele Funktionen. Genau die obigen Anforderungen lassen sich mit keinem mir bekannten Plugin erfüllen, aber die meisten leisten doch sehr gute Dienste. Daneben sollte man noch ein Plugin zur Erstellung von Sitemaps installieren.
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